Dursun ATILGAN
Präsident der “Föderation der Vereinigungen zur Förderung des Gedankenguts Atatürks in Europa”
avrupa-add@email.de
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                                                           Z.Zt. in Ankara, 9. Juli 2016
Herrn
Rainer Hermann
Islamwissenschaftler und Journalist
Frankfurter Allgemeine Zeitung
                                                                  

Sehr geehrter Herr Hermann!

Mit Ihrem Artikel in der Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) "Glücklich wer ein Türke ist" vom 6. Juli 2016 haben Sie bedauerlicherweise uns, den Türken, einen sehr schlechten Dienst erwiesen, indem Sie sich  n i c h t  einmal verantwortungsethisch im Sinne Max Webers verhalten.
Solche Verhaltensweisen sind Journalisten zuzuschreiben, die mit vorgefassten Meinungen behaftet sind.

Als Präsident der "Föderation der Vereinigungen zur Förderung des Gedankenguts Atatürks in Europa" bitte ich Sie, Kemalismus und Islamismus nicht zu verwechseln. Wenn Sie sich über Erdoðan verärgert haben, der gegen Kemalismus ist, warum beschuldigen Sie,
ja diffamieren Sie Atatürk?

Lesen Sie bitte eine der Leitvorstellungen Atatürks, "Nationalismus" und den Artikel "Atatürk und Diktatur", die ich verfasst habe!

Ich hoffe, dass Sie demnächst zu Ihrer journalistischen Objektivität zurückfinden werden.

DER KEMALISTISCHE NATIONALISMUS

Als nach dem Friedensvertrag mit den Siegermächten des Ersten Weltkrieges  Journalisten Mustafa Kemal fragten, ob nun erreicht sei, was er gewollt habe, antwortete er: “Die Hauptsache kommt erst jetzt.” Und in der Tat erscheint die Befreiung des Landes eher wie ein - freilich unerlässliches Vorspiel gegenüber dem, was aus dem befreiten Land die moderne Türkei gemacht hat und dem “Kemalismus” erst den vollen Wortsinn verleiht: dem politischen Reformwerk.
Für dessen Darstellung bieten sich als Ordnungsgesichtspunkte die so genannte “sechs Prinzipien” (“Pfeile”) an, welche Mustafa Kemals politisches Handeln schon in frühen Stadien zu leiten begannen. Wenn sie erst am 5. Februar 1937 in die Verfassung aufgenommen wurden, so deutet die an, dass es sich hier um keine “Doktrin” handelt, um keinen Glaubenszusammenhang also, der, von einen irrationalen Grunde ausgehend, gern ein starres Schema über die Wirklichkeit stülpt, sondern vielmehr um Leitvorstellungen eines pragmatischen Denkens - dies eine grundsätzliche Kennzeichnung der “Prinzipien”, die nun in der Reihenfolge “Nationalismus” – “Populismus” – “Republikanismus” – “Laizismus” – “Etatismus” – “Revolutionismus”  gekennzeichnet werden sollen.


“Nationalismus” reicht sicher am weitesten in Mustafa Kemals Lebensgeschichte zurück. Er spielte seit der Offiziersausbildungszeit in seinem Denken eine führende Rolle.
Das für Deutsche heute missverständliche Wort meint zunächst einmal, in Anlehnung an die europäische Konzeption des Nationalstaates, den Verzicht auf den Vielvölkerstaat der Osmanen, (Verzicht wohlgemerkt zu einer Zeit, als die Siegerländer des Ersten Weltkrieges noch an Kolonien und Einfluss-Sphären dachten) und gleichermaßen auf Ideen wie den Panturanismus (die Vereinigung aller als Turkvölker ansprechbaren Ethnien) oder den Panislamismus.
Das Wort verknüpfte sich sodann natürlich mit dem Kampf um die Unabhängigkeit des “nationalen Vierecks” (als Viereck stellt sich die heutige Türkei auf der Landkarte dar). “Heute erkennen die Nationen der Welt nur eine einzige Souveränität an: die nationale Souveränität”, so gab Mustafa Kemal eine bezeichnend pragmatische Begründung. Seit dem Sieg bedeutet “Nationalismus” dann, dass sich die Bürger mit dem befreiten Land identifizieren - mit entsprechender Distanzierung von der übernationalen Gemeinschaft aller Muslime, der Umma (ümmet). “Welch ein Glück, wenn einer von sich sagen kann: Ich bin ein Türke”, artikulierte der Präsident das neue nationale Selbstwertgefühl und konnte sich zunehmend in seinem Glauben bestätigt sehen, dass die Identifikationskraft der Nation größer war als die eines brüchig gewordenen Großreiches.

Dieses neue patriotische Empfinden sollte ausdrücklich ohne alle aggressiven Tendenzen nach außen hin sein. “In brüderlicher Verbundenheit mit allen Völkern und unter Verzicht auf jede territoriale Expansion ist die eigene nationale Identität harmonisch und zugleich in modernem Geiste zu entwickeln”, hieß es. Als man dem Sieger des Befreiungskrieges in Izmir eine griechische Fahne zu Füßen legte und ihn einlud, darauf zu treten, Griechen hätten mit der türkischen Fahne gleiches getan, sagte er zornig: “Eine Flagge ist das Symbol für die Ehre eines Landes, und es verbietet sich, auf ihr herumzutrampeln.” 1930 folgte der griechische Staatspräsident und alte Kriegsgegner Venizelos einer Einladung nach Ankara, die in einem Freundschaftsvertrag ihren Abschluss fand.
1937 stattete König Edward VIII von England der Türkei einen Besuch ab. Die Bewunderung Hitlers, Mussolinis und Stalins, welche fremde Nationalität ersichtlich wenig achteten, erwiderte Mustafa Kemal aus diesem und anderen Gründen mitnichten, äußerte sich im Gegenteil sarkastisch über ihren menschlichen Zuschnitt, auch mit Besorgnis und großer Hellsicht über die Bedrohung des Friedens auf dem Kontinent . Und wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass der türkische “Nationalismus” nicht als Gefahr empfunden wurde, so war es 1932 die Einladung an den jungen Staat, dem Völkerbund beizutreten (aus dem Deutschland im Jahre darauf austrat), und dass 1936 der Türkei die Hoheit über die Meerengen wieder zugesprochen wurde, Durch Verträge mit Nachbarn im Westen (Balkanstaaten) wie im Osten (Persien, Afghanistan) unterstrich Mustafa Kemal eine Überzeugung, die er 1931 so ausgedrückt hatte: “Die Menschheit ist ein Organismus, und die Völker sind seine Organe. Diese Einsicht rettet die Völker vor dem Egoismus. Das einzige Mittel, die Menschen glücklich zu machen, ist, sie einander näher zu bringen.”

Für die Bürger der Türkei war ferner wichtig, dass der “Nationalismus” die Nation nicht rassisch oder religiös definierte, sondern gewissermaßen kulturell, insofern die Menschen mit gleicher Geschichte auf gleichem Boden gemeint waren. So war für die verschiedenen Ethnien im “nationalen Viereck” – auch für die Kurden – die Möglichkeit eröffnet, gleichberechtigt und friedlich miteinander zu leben. Kemalisten mögen auf die USA geschaut haben, wo mindestens ebenso viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ein gemeinsames Nationalgefühl entwickelt hatten. In hohem Maße lässt sich so das Prinzip “Nationalismus” kennzeichnen mit der von Mustafa Kemal stammenden Formel “Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt.”
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ATATÜRK UND DIKTATUR..!

Für die Unwissenden und die Kritiker, die Mustafa Kemal Atatürk, den Oberkommandierenden des Türkischen Befreiungs- und Unabhängigkeitskampfes, den Denker und Vollzieher des Türkischen Umbruchs, den Begründer der Republik Türkei und den Festsetzer der Grundsätze eines modernen Staates als "Diktator" bezeichnen und beschuldigen (wie Stephen Ihrig), haben wir folgende Antwort.

1) In dem von Atatürk mit eigener Handschrift verfassten Buch mit dem Titel “Bürgerliches Wissen” sagt er “Die Gesamtheit der Völker, welche die Republik Türkei gegründet haben, wird Türkische Nation genannt." Kein einziges Mitglied dieser türkischen Nation hat jemals Atatürk als Diktator bezeichnet und beschuldigt. Diese Nation ist für den unter seiner Leitung vollzogenen türkischen Umbruch und seine Grundsätze eingetreten, hat sie verteidigt und gibt das System des Gedankenguts Atatürks im Bewusstsein von Generation zu Generation weiter.
Könnte ein "Diktator" bei seinem Volk so viel Hochachtung und Liebe genießen und selbst im 21. Jahrhundert noch als Wegweiser angesehen werden?

2) Die Türkei Atatürks hat keine Anfrage an den Völkerbund gerichtet, um dort Mitglied zu werden. Vielmehr haben die Gründungsmitglieder 1932, entgegen den bestehenden Regeln und dem allgemeinen Brauch, die Republik Türkei feierlich eingeladen, Mitglied des Völkerbunds zu werden.
Wie kann einem "diktatorisch regierten" Staat so eine taktvolle Hochschätzung und Hochachtung entgegengebracht werden?

3) Hierzu passt nahtlos ein historischer Beschluss der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur):
Ihre Generalversammlung im Jahre 1979, bei der 156 Staaten vertreten waren, darunter zahlreiche Vertreter aus westlichen Staaten, beschloss einstimmig, das 100. Geburtsjahr Mustafa Kemal Atatürks, also 1981, als Atatürk-Gedenkjahr zu proklamieren. Dies verdeutlicht sein Ansehen in der Welt.
Der Leitsatz dieses Beschlusses lautet: "Mustafa Kemal ATATÜRK war
 • eine überragende Persönlichkeit, die sich um die internationale
  Völkerverständigung und um den internationalen Frieden bemühte
• ein außerordentlicher Revolutionär von großem Format
• der erste Staatsmann, der gegen Kolonialismus und Imperialismus kämpfte
• der Staatsmann, der Respekt vor Menschenrechten bewies
• ein Vorkämpfer des Weltfriedens
• ein Staatsmann ohnegleichen, der keinen Unterschied der Hautfarbe, der
   Religion und der Rasse unter Menschen machte,
• der Begründer der modernen "Republik Türkei".
Wie kann ein Diktator seitens der UNESCO solch eine Anerkennung finden?

4)Während ab Beginn der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zunächst Italien, dann Deutschland, Spanien, Portugal und die Sowjetunion totalitäre Regime aufbauten und dabei das Volk völlig missachteten, während Personen vom Rang eines Korporals oder gar ohne jede militärische Vergangenheit die Generalsuniform anlegten, hat der Retter seines Vaterlandes und Staatsgründer Mustafa Kemal, obwohl er kraft seiner Schulbildung, seiner überragenden Kenntnisse, seines Einsatzes und seiner Ausdauer den höchsten militärischen Rang erreicht hatte, die Zivilkleidung der Uniform vorgezogen. Als er die im Volk begründete und dem Volk dienende laizistische Republik der Türkei gründete, hat er die Souveränität dem Zugriff einer Einzelperson entzogen und sie dem türkischen Volk übertragen. Damit legte er das Fundament für die demokratisch verfasste Republik. Diese Tatsachen und ebenso die politischen Grundsätze, die unter Atatürks Führung die unvergleichliche Türkische Revolution und die Republik Türkei begründeten, haben keinen Eingang in die deutschen Unterrichtswerke gefunden. Hingegen werden an türkischen Schulen zu Deutschland und zur deutschen Nation bis ins Einzelne gehende Kenntnisse vermittelt.
Auch scheuen sich unsere deutschen Freunde, die folgende Tatsache aus den Annalen der Weltgeschichte zu erwähnen: Als in Deutschland die menschenverachtende Nazidiktatur ihre Herrschaft antrat, verließen zahllose Menschen jüdischer Abstammung, darunter Wissenschaftler, Politiker, Künstler, Architekten, Ingenieure und Komponisten, ihr Land um ihr Leben zu retten, und fanden in der Türkei Zuflucht. Die Türkei Atatürks empfing sie mit offenen Armen und gewährte ihnen Asyl, Freiheit und die Möglichkeit, ihren Beruf auszuüben.
Hätten Menschen, um der Freiheit willen aus einer Diktatur fliehend, das Land eines anderen Diktators als Zufluchtsort gewählt?

5) Atatürk hat denjenigen, die in ihm einen Diktator sehen wollten, folgende unvergessliche Antwort gegeben:
“Diktatur ist etwas Anderes, ganz Anderes. Der Westen hat noch nicht verstanden, was die Türkei ist und was in der Türkei vor sich geht. Er kennt nicht die Beschaffenheit der Türkei. Wenn er sie gekannt hätte, wären die Franzosen nicht in das Gebiet Çukurova eingedrungen, die Griechen nicht in Izmir gelandet und in Richtung Ankara geschickt worden.
Unser Volk sieht mich als Familienvorstand und achtet mich, weil ich ihm einen Dienst erwiesen habe. Bei uns in der Türkei ist es sehr wichtig, dass der Familienvorstand Respekt genießt. Das ist meine Stärke. Die Liebe und Achtung, die ich erfahre, wird von einigen Verwirrten als Diktatur ausgelegt. Ich muss gestehen, dass mich das ärgert. Es gibt Neuerungen, an die ich von jeher denke. Diese teile ich mit vielen Leuten. Wenn wir übereinkommen, werden wir diese Neuerungen realisieren. Dieser Umbruch wird mit Gesetzen, also mit dem Einvernehmen der Regierung und der Einwilligung des Parlaments gemacht. Dies machen wir nicht mit einem Mal. Wir gehen methodisch vor. Wir werden Zeit vergehen lassen.
Wenn ich ein Diktator wäre, hätte ich dann die Fortschrittliche Republikanische Partei gegründet? Hätte das Parlament zwei Paragraphen, die ich für das Grundgesetz von Nutzen sah, ablehnen können? Um das Alphabet einzuführen wartete ich drei Jahre darauf, Ismet Paþa zu überzeugen und die Mehrheit im Parlament zu erlangen. Wenn ich ein Diktator wäre, würde ich diktieren: “So wird es gemacht!“ Und es würde gemacht. Unsere einzige Partei kann man nicht mit einer Partei von Faschisten oder Kommunisten vergleichen. Wir sind nicht auserwählt, nicht alle die selben Abbilder und nicht alle vom gleichen Typ. Jeder kann Mitglied der Partei werden. Mit Ausnahme der Anhänger eines Sultanats sind in der Partei Vertreter aller Gesinnungen zu finden. Gibt es so etwas in der Partei eines Diktators? Unser Grundgesetz ist geeignet für die Gründung vieler Parteien. Ich habe niemals gegen die Demokratie gesprochen wie Mussolini. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir erklären bei jeder Gelegenheit, das unser Ideal die Demokratie ist. Wir haben keine uniformierten, bewaffneten und knüppeltragenden Jugendscharen; wir haben auch keine umfangreiche Polizeiorganisation. Stellen Sie sich vor, von dem Attentat in Izmir haben wir durch die Nachricht vom Fahrer Þevki erfahren; die Nachricht über das zweite war ein Zufall. Nachdem der nationale Kampf begonnen hat, habe ich überhaupt nichts gemacht, ohne Wahl und ohne Kommission, auf eigene Faust. Ich habe immer mit gewählten Körperschaften und dem Parlament zusammengearbeitet. Ich habe den nationalen Kampf ohne Ausnahmezustand und ohne Zensur geführt. Diktatoren haben Armeen, die auf sie zugeschnitten sind. Unsere Armee ist eine Armee des Volkes, eine Armee der Republik. Wir geben ferner keine Gelegenheit und Erlaubnis zur Ausnutzung der Religion, weil wir die Republik und die Modernität schützen wollen. Ist das eine Diktatur?“ Atatürk erläutert, dass es keine ist, indem er hinzufügt: "Wenn man die Gelegenheit zur Ausnutzung der Religion gibt, werden überall Sekten, Religionsgemeinschaften, heimliche Koranschulen und Geisterbeschwörer auftauchen. Zu den Formen des Aberglaubens werden sich weitere gesellen. Die Besuchsstätten der Mausoleen werden überfüllt sein. Der Klerikalismus wird auferstehen. Die Islamisten werden das Volk unterdrücken. Der nationale Staat kann ruiniert werden. Die Gemeinschaft, die Einheit, die wir bilden, wird zerteilt. Wir versuchen, das Volk in Solidarität, Gemeinschaft und Frieden zusammenzuhalten. Unser Bestreben ist es, zu einer modernen und demokratischen Republik zu gelangen.“
Unterstreichen nicht diese Äußerungen Mustafa Kemals nicht, dass er kein Diktator war und dass er einen Zusammenhalt und eine Gemeinschaft des Volkes mit dem Volk anstrebte? Warum stürzen Diktatoren, wo die Infrastruktur für Monarchie und Kalifat gegeben ist, dieses Regime und gründen stattdessen eine Republik? Gründen Diktatoren ein Parlament oder schaffen sie bestehende Parlamente ab? Erkennen Diktatoren Gewaltenteilung an?

6) Atatürk
hat jedem Bürger die Möglichkeit gegeben, sich seiner geistigen Fähigkeiten und seines Willens selber zu bedienen, statt sich von großtuerischen Personen vertreten lassen zu müssen. Er hat die Bürger von Vormundschaft und Diener-Status befreit.
Er hat insbesondere Freiheit und Gleichheit der Frau gesetzlich geregelt – ein unbedingtes Erfordernis der Demokratie: 1930 regionale, 1934 allgemeine politische Rechte. Hier liegt die Türkei deutlich vor etlichen westlichen Staaten. (Anerkennung der Frauenrechte in Bulgarien und Jugoslawien 1945; in Italien, Rumänien und Frankreich 1946 (für Korsika 1962); in Belgien 1949, in Griechenland 1952, in Portugal und in der Schweiz 1971). Auch hier die Frage an die Atatürk-Kritiker: Welcher Diktator würde dem "schwachen Geschlecht" politische Rechte einräumen?

7) Republik als Staatsform bedeutet ein "demographisches System",
in dem “Souveränität und Staatsgewalt vollständig beim Volke liegen und auch beim Volk bleiben. Jedes Mitglied dieser Nation muss die Freiheit zu leben, die Freiheit zu arbeiten, die Freiheit der Meinung und die Gewissensfreiheit gewährleistet" sehen. Atatürk hat sich ständig bemüht, diesen Freiheitsgedanken zu verbreiten.
Und so wiederum die Frage: Bemüht sich ein “Diktator", einem Volk, das nicht wusste was Freiheit und Demokratie sind, diese Werte zu vermitteln?

8) Atatürk hat die Unabhängigkeit der Justiz verteidigt und erklärt: “In einem Staat , der keine unabhängige Justiz hat, muss man die Unabhängigkeit dieses Staates in Frage stellen.” Kann man sich vorstellen, dass eine solche Feststellung von einem “Diktator” vertreten würde?.

Atatürk, der in der Weltgeschichte seinesgleichen sucht, war ein richtungsweisender, vorbildlicher Staatsmann, der die Republik Türkei gegründet und den Weg zur republikanischen Demokratie geöffnet und geebnet hat.

Atatürk ist der Ursprung für Würde und Stolz des türkischen Volkes.
Die Schlüsselbegriffe für seinen Erfolg sind der nationale Staat, die Souveränität des Volkes, die Republik, die Demokratie, die Freiheit, die Unabhängigkeit, der Friede, der laizistische Staat, der Rechtsstaat, die Frauenrechte und der permanente Reformismus.

Unerlässlich für den Fortbestand der Türkei sind die Grundsätze der Moderne, die Weiterführung des Umbruchs, die Federführung in die Zukunft und das die Aufklärung beinhaltende System des Gedankenguts Atatürks.
Und noch einmal die Frage: Wie kann es sein, dass diejenigen, die für dieses System eintreten, es weiterleben lassen, als “Kemalistische Diktatoren” beschuldigt werden..?
Wenn die Staaten der Welt Respekt für die Türkei empfinden, ist das Atatürk zu verdanken, über den weltweit mehr als 3000 Bücher geschrieben worden sind.
So wie die Aufklärung das sine qua non des Westens ist, so ist der Kemalismus mit seinen Grundsätzen der Modernität und des Vorranges der Zukunft das sine qua non der Türkei.

Dursun ATILGAN

Präsident der “Föderation der Vereinigungen zur Förderung des Gedankenguts Atatürks in Europa”

Übrigens sollten Sie nicht vergessen, dass selbst Venizelos hat im Jahre 1934 Atatürk für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen…

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